Feldlerche_Manfred Delpho

Die Feldlerche ist Vogel des Jahres 2019


 

Eine Feldlerche auf freier Feldflur singen zu hören ist heutzutage immer seltener“, so diese Info und weitere vom ersten Vorsitzenden des NABU Ochsenhausen-Ringschnait Gerhard Föhr, zugleich ehrenamtlicher aktiver Vogelschützer sowie Gründer und Besitzer des ersten weltweiteinzigen Nistkasten- und Vogelschutzmuseums. (www.Nistkastenmuseum.de)

Es kommt selten vor, dass wir einen Vogel zum zweiten Mal als Vogel des Jahres ausrufen. Die Feldlerche war es schon einmal, und zwar 1998. Schon damals warnten wir davor, dass der begabte Himmelsvogel in vielen Gebieten Deutschlands selten oder gar aussterben wird. Seitdem ist mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden.

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch der Himmel über unseren Feldern ist stummer geworden: Die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt Feldvögeln den Lebensraum. Die Feldlerche soll als Jahresvogel stellvertretend für sie und anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel stehen.

Die Feldlerche ist eine Tarnungskünstlerin: Mit einer Körperlänge von nur 16 bis 18 Zentimetern und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung ist sie in ihrem bevorzugten Umfeld, dem Ackerboden, fast nicht zu sehen. Akustisch macht sie sich umso deutlicher bemerkbar: Typisch ist ihr Singflug, bei dem sie hoch in die Lüfte steigt, dort verharrt und trillernde, zirpende und rollende Laute vorträgt. Der einzige Schmuck der Feldlerche besteht aus feinen, schwarzbraunen Längsstreifen und Strichen am Oberkopf, Rücken sowie Bürzel. Gelblich-weiß oder sehr hell bräunlich gefärbt sind die Federn an der Brust und den Flanken mit feiner, dunkler Strichelung. Das weiße Bauchgefieder des recht hochbeinig wirkenden Vogels bildet einen Kontrast zum bräunlich gefärbten, relativ langen Schwanz. Das Gesicht der Feldlerche ziert ein gelblich-weißer, kräftiger Überaugenstreif. Beide Geschlechter haben auf dem Kopf eine kleine Federhaube, welche die Männchen manchmal aufstellen.

Nach der Paarung sucht das Weibchen den Platz für das Nest aus – bei der ersten Brut meist im April. Sie bevorzugt dabei möglichst trockene, ebene Flächen mit niedriger Vegetation oder nacktem Boden. Dort scharrt das Weibchen eine fünf bis sieben Zentimeter tiefe Mulde und polstert sie mit Wurzeln oder Halmen aus. Das Männchen beteiligt sich nicht selbst am Nestbau. Doch begleitet es meist seine Partnerin in geringem Abstand, damit sie sich nicht etwa anderweitig verpaart. Im Abstand von je einem Tag legt das Weibchen zwei bis sieben, schmutzig-weiße, bräunliche oder leicht grünliche Eier. Ist das Gelege vollständig, übernimmt sie das Brüten.Die Selbständigkeit erreichen junge Feldlerchen nach etwa 19 bis 20 Tagen. Wird eine Brut zerstört, beginnt sie damit oft schon nach fünf statt der sechs Tage. Bis zu sechs Versuche pro Saison wurden schon nachgewiesen, auch wenn die meisten Lerchen nur ein bis drei Mal pro Jahr brüten.

Außerhalb der Brutsaison verweilen die Feldlerchen in der offenen Landschaft, schließen sich jedoch vermehrt zu kleinen Gruppen zusammen. Sie verlassen ihre Brutgebiete von September bis November in Richtung Südwest, um bevorzugt in Südfrankreich und Spanien zu überwintern. Je nach Witterungsverlauf kehren die Himmelsvögel Ende Januar, meist jedoch ab Mitte Februar bis Mitte März, nach Deutschland zurück.

Statt riesiger Feldschläge mit nur einer einzigen Ackerfrucht wäre für die Feldlerche ein möglichst vielfältiges und kleinräumiges Mosaik ideal, das aus verschiedenen Feldfrüchten, Sommer- und Wintergetreide, Brachen und Wiesen oder Weiden besteht. Auf diese Weise kann die Art während der gesamten Brutzeit und in jedem Revier geeignete Vegetationsbedingungen für eine Brut vorfinden. Der vermehrte Anbau von Sommergetreide wäre dabei ein besonders wichtiger Schritt. Das Ausbringen von Spritzmittel auf den Feldern sollte möglichst gering sein.


 


 

Weitere Infos unter www.nabu.de

Die Farbbroschüre „Vogel des Jahres 2019 – Die Feldlerche“ und vieles weitere dazu gibt es im NABU-Natur-Shop, info@NABU-Natur-Shop.de, Tel. 0511-711 099 98

Infos zu Nistkästen und Vogelschutz erhält man vom Verfasser, welcher auch ehrenamtlich ein Nistkasten-u.Vogelschutzmuseum im oberschwäbischen Ringschnait betreibt. www.Nistkastenmuseum.de oder Tel.07352/2579. Gerhard Föhr, Ummendorferstr.15, 88400 Ringschnait. Hier kann man auch ein Bauanleitungsheft mit verschiedene Nisthilfen, Futterhäuser und Vogelschutztipps gegen Zusendung von 5 Euro mit 1,45 Euro-Briefmarke bestellen. Für weitere 20 Euro ist auch sein verfasstes Buch „Nistkästen und Vogelschutz“ erhältlich, welches über die Neue-Brehm-Bücherei erschienen ist.

Feldlerche mit Insekt_Peter Lindel
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