Der Star (Sturnus vulgaris) ist Vogel des Jahres 2018

„Durch diese Vogelart wurde der Nistkasten erfunden“,
so diese Info und weitere vom ersten Vorsitzenden des NABU Ochsenhausen-Ringschnait Gerhard Föhr, zugleich ehrenamtlicher aktiver Vogelschützer sowie Gründer und Besitzer des ersten weltweiteinzigen Nistkasten- und Vogelschutzmuseums. (www.Nistkastenmuseum.de)

Der Star gilt als einer der markantesten und bekanntesten heimischen Vögel, auch bei nicht Vogelkenner. Trotzdem nimmt sein Bestand ab. Gründe sind der Schwund seiner Lebensräume und der Nahrung bezüglich Insekten, vor allem der Einsatz von Spritzmittel in den Obst Anbaugebieten.

Sein Aussehen ist kurzschwänzig und untersetzt mit langem, spitzem, gelben Schnabel. Im Herbst mit braunen Schnabel und dicht weiß getupft durch weiße Federsäume am glänzend schwarzen Gefieder. Diese nutzen sich zum Frühjahr ab und so erscheint das grün-violette Brutkleid. Seine Größe ist 22 bis 25 cm.

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Star im Prachtkleid  -  Foto: NABU

 Der Gesang ist ein abwechslungsreiches anhaltendes Schwätzen aus pfeifenden knackenden schnalzenden und ratternden Lauten. Wird meist auf erhöhter Warte unter Flügelschlagen vorgetragen. Imitiert dabei andere Vogelstimmen und Umweltgeräusche nach. Der Ruf ist ein häufig heisseres  „rrhää“.

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Star im Herbstkleid, auch Perlstar genannt - Foto: Karl Budweiser

Sucht im wackeligen Gang und ständig stochernd auf dem Boden nach Nahrung ohne zu hüpfen. Außerhalb der Brutzeit ist der Zugvogel oft in großen Scharen zu beobachten. Viele Stare ziehen bis in den südlichen Mittelmeerraum oder nach Nordafrika. Einige überwintern schon bei uns in Deutschland.

Die Nahrung sind Insekten, Schnecken, Würmer, Obst und Beeren.

Bei uns weit verbreitet in Laub- und Mischwälder, Garten, Parks und offenes Kulturland.

Die Brut ist von April bis Juli, 1 bis 2 Bruten mit je 5 bis 6 Eier in einem unordentlichen Nest aus Stroh, Stengeln und Blätter in Baumhöhlen, Mauerlöcher und sehr gerne in Nistkästen.

Brutdauer ist ca. 2 Wochen, Nestlingszeit ca. 3 Wochen.

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Balzender Star  -  Foto: Karl Budweiser

Mit geeigneten Nistkästen ab einen Fluglochdurchmesser von 45 mm kann die Zahl der Brutpaare in einem Gebiet stark erhöht werden.

Seit dem 16. Jahrhundert wurden vor allem in den Niederlanden und verstärkt auch in Norddeutschland insbesonders Stare mittels Töpfe oder Flaschen aus gebrannten Ton zur Fleischgewinnung angelockt. Diese wurden meist an Gebäudemauern und Bäumen angebracht. Auf der Rückseite des Topfes oder an der abgeflachten Seite befand sich eine Öffnung, um leicht an die Jungvögel heranzukommen. Die wohlschmeckenden Jungstare wurden z.B. für Starensuppe daraus entnommen. Diese Starentöpfe wurden um 1600 in Delft in 2 Ausführungen als Massenware hergestellt und noch bis Ende des 18. Jahrhunderts gebraucht. Die Geschichte des Nistkastens als „Starmeste“ (abgeleitet von Mästen) ist also sehr alt. Im Buch Naturgeschichte der Vögel von Johann Matthäus Bechstein, erschienen im Jahre 1822, wurde schon von hölzernen Nistkästen und die Nützlichkeit der Stare als natürliche Schädlingsbekämpfer berichtet. So wurde danach auch immer mehr von Starennistkästen berichtet, auch Starenkobel benannt, welche meist an hohen Stangen befestigt waren. Eine kleine Sitzstange unter dem Flugloch war immer schon ein Muß. Sicherlich erfreute mancher Vogelfreund schon damals, besonders im Frühjahr als Frühlingsbote, auch sein schöner Gesang. Sehr wahrscheinlich war es der Thüringer Pfarrer Johann Baptist Hofinger(1768-1858) im Jahre 1824 der Erste, der die Idee des Starenkastens aufgriff und aus idealistischen Gründen Nistkästen auch für andere Höhlenbrüter aufhängte.

Weitere Infos unter  www.nabu.de

Die Farbbroschüre „Vogel des Jahres 2018 - Der Star“ und vieles weitere dazu  gibt es im NABU-Natur-Shop, info@NABU-Natur-Shop.de, Tel. 0511-711 099 98

Infos zu Nistkästen und Vogelschutz erhält man vom Verfasser, welcher auch ehrenamtlich ein Nistkasten-  und Vogelschutzmuseum im oberschwäbischen Ringschnait betreibt. www.Nistkastenmuseum.de oder Tel.07352/2579. Gerhard Föhr, Ummendorferstr.15, 88400 Ringschnait. Hier kann man auch ein Bauanleitungsheft mit verschiedene Nisthilfen, Futterhäuser und Vogelschutztipps gegen Zusendung von 5 Euro mit 1,45 Euro-Briefmarke bestellen. Für weitere 20 Euro ist auch sein verfasstes Buch „Nistkästen und Vogelschutz“ erhältlich, welches über die Neue-Brehm-Bücherei erschienen ist.

 

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Zwei flügge Jungstare mit einem Altvogel. Durch die braungraue Färbung sind sie auch im Schwarm gut von den ausgefärbten Altvögel zu unterscheiden. -  Fotos: Karl Budweiser

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