Habicht_NABU

Der Habicht (Accipiter gentilis)- Vogel des Jahres 2015

Der Habicht ist vom NABU und LBV zum Vogel des Jahres 2015 gewählt worden. Er wird auch gern als Hühnerhabicht bezeichnet, so der erste Vorsitzende Gerhard Föhr der örtlichen NABU-Gruppe Ochsenhausen- Ringschnait und langjähriger aktiver ehrenamtlicher Vogelschützer.

Der scheue Greifvogel gehört zwar nicht mehr zu den direkt gefährdeten Vogelarten mit bundesweit etwa 17000 Brutpaaren, werde aber trotz Verbots weiterhin gejagt. Manche Jäger betrachten den Habicht als Konkurrenten bei der Jagd nach Hasen und Fasanen. Da auch Haushühner und Tauben vereinzelt, sei er bei dessen Halter und Züchter ebenfalls nicht beliebt. Leider stellt man ihm auch heute noch oft mit Fallen nach.

Falkner schätzen Habichte und Falken von jeher als Jagdbegleiter. Wer sie stahl, musste bereits 800 nach Christus unter Karl dem Großen mit Geldbußen rechnen. Eduard III. von England verurteilte Habicht-Diebe im 14.Jahrhundert gar zum Tode.

Der versteckte Waldvogel ist oft nur für Sekunden während seiner Jagdflüge zu sehen. Mit der Größe von bis zu 60 Zentimeter Länge mit dem weitbekannten Bussards vergleichbar, sieht der Habicht kräftiger aus und hat einen langen Schwanz. Die breiten und relativ kurze, abgerundete Flügel sind bei erwachsenen Tieren grau gefärbt. Die Unterseite ist hell mit schmalen, schwarzen Querstreifen gebändert. Typisch sind der helle Überaugenstreif und die gelb bis orange gefärbte Iris. Bei älteren Habichten sogar bis ins Rubinrote. Er ist sehr wendig, so dass er auch im dichten Unterholz jagen kann und nur selten sieht man ihn kreisend am Himmel. Er ist wenig stimmfreudig, meist nur ein längeres „kja-kja-kja…“,die mehrere hundert Meter weit reichen.

Die Beuteliste des Habichts ist sehr lang und vielseitig. Sie bevorzugen lebende Beute, aber auch Aas. Mit bis zu 90 Prozent Anteil stehen meist mittelgroße Vögel von Staren- bis Krähengröße auf dem Speiseplan, aber auch Krähen, Elstern, Eichelhäher und andere Rabenvögel. Ebenso kleine Säugetiere wie Ratten, junge Hasen oder Eichhörnchen.

Habichte mögen abwechslungsreiche Landschaften mit Wälder und Felder. Oft kann man ihn sogar in Großstädte beobachten. Ihre Nester, bzw. Horste bauen sie meist in hohen alten Bäumen in großen Nadel- und Mischwälder, oft in einer Astgabel. Die Horste können bis zu einem Meter hoch und 130 Zentimeter Durchmesser haben, da sie auch ältere Horste aufstocken. Viele Paare richten sich in ihrem Revier mehrere Wechselhorste ein, zwischen denen sie von Jahr zu Jahr umziehen.

Von Mitte März bis April legt das Weibchen 3 bis 4 Eier, in der Größe vergleichbar mit Hühnereier, jedoch in einem blassen Grünton. Nach etwa 27 bis 39 Tagen schlüpfen die Jungvögel. Das Männchen versorgt die ganze Familie bis zu 3 Wochen allein mit Nahrung, während das Weibchen den Nachwuchs betreut. Sie selbst geht erst wieder auf die Jagd, wenn ihre Jungen keinen Schutz vor Kälte, Nässe und Feinden mehr brauchen. Mit etwa 45 Tagen sind die jungen Habichte flugfähig. Weitere 4 Wochen füttern sie ihre jungen noch weiterhin in der Umgebung des Horstes.

Habichtpartner bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen und sind sehr reviertreu.

Wer die fliegenden Jäger an der Spitze der Nahrungspyramide vernichtet, würde also keine einzige andere Tierart retten.

Das Schicksal des Habicht hängt von uns Menschen ab! Lassen wir ihn leben!

Habichte sind wie erwähnt keine Höhlenbewohner und benutzen auch keine Nistkästen.

Ein Bauanleitungsheft für Nistkästen von verschiedene Vogelarten und Fledermäuse, etc. erhält man gegen Einsendung von 5 Euro und einer 1,45 Euro Briefmarke bei: Gerhard Föhr, Ummendorferstr.15, 88400 Ringschnait

Weitere Infos zum Habicht, sowie anderer Vogelarten unter www.NABU.de, sowie www.Nistkastenmuseum.de

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Vogel des Jahres 2015

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unseres Vorstands Gerhard Föhr

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